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Hahnenmoos
Obwohl abgesagt als Vereinsanlass, trafen sich doch 4 Mitglieder und Philip
S., ein externer Fliegerfreund, zum, mehr oder weniger, alpinen Saisonabschluss.
Man weiss ja nie was noch kommt :-)
Wir, die beste Ehefrau von allen und ich, konnten erst am Freitag abend gegen
19:30 auf der Passhöhe eintreffen. Willy mit seinem Sohn Philip und Philip S.
trafen bereits am Freitag nachmittag ein und nutzten die Hangwinde bereits
ausgiebig. Recht abenteuerlich das schmale Strässchen ab Adelboden hoch zum
Hahnenmoos bei Dunkelheit,... trotzdem ging alles gut und auch die Küche war
noch bereit, hielt unser Essen warm und servierte auch noch vor dem Einchecken.
Nun ja, die wollten wohl auch Feierabend machen.
Nach dem sehr feinen Abendessen bezogen wir unser Doppelzimmer im zweiten
Stock mit fantastischem Ausblick. Das konnten wir sogar noch in der Nacht
erkennen. Zudem waren wir heute die einzigen Gäste, so dass wir die volle
Aufmerksamkeit des Personals geniessen konnten.
Samstag morgen
Tja,... der Wetterbericht hat es ja schon angekündigt. Regen, Regen, Regen
und nochmals Regen. Bis Mittag mit fallenden Temperaturen auf 4o
Celsius. Na das kann ja heiter werden. Den ganzen Tag in der Hütte verbringen !?
Wir hielten uns vornehmlich im Bastelraum des Hotels im anderen Gebäude auf und
konnten so unsere ganze Luftflotte ( immerhin 10 Flugzeuge ) ungeniert aufbauen,
ausbreiten und ausgiebig testen. In der Zwischenzeit ist auch Pascal mit seinen
beiden B4 eingetroffen.
Mitten in die Diskussionen am frühen Nachmittag klarte es plötzlich etwas auf
und der Regen hörte auf. Nichts wie raus. Die kleinen HLG und Schaumwaffeln
mussten nun erstmal ran. Direkt vor dem Hotel. Purer Luxus. Sitzen auf dem
Bänkchen vor dem Gebäude und schönstes Hangfliegen in 10 m Entfernung. Auch das
Wetter stabilisierte sich zusehends und der Wind wurde kräftiger.
Nun durften also auch die grösseren ran. Es trug super direkt am Hotel. Man
konnte weit rausfliegen und problemlos wieder an den Hang zurück. Mutig geworden
ob der Wetterbesserung beschlossen wir rüber zum Schalmi zu wandern, nur etwa 10
Minuten zu Fuss, und es dort zu versuchen, da der Hang quer zum Wind lag und wir
uns bessere Bedingungen versprachen.
Willy zeigte uns den Meister in allen Belangen. Während die HLG, und ich mit
meinem Flamingo, zu kämpfen hatten um wieder an den Startplatz zurückzukehren,
demonstrierte Willy den Hangflug in Perfektion und stieg mit seinem 3m Flieger
problemlos immer höher und konnte auch kleinere Akroeinlagen demonstrieren. Die
Abstände beim Hangflug lagen bei ihm aber teilweise deutlich unter einem Meter
:-)
Das wollte ich auch. Also genau zugeschaut und los. Schön am Hang entlang,
scharfe Kurve (Ja Wily, ich hab's mir hinter die Ohren geschrieben: Nicht
mit Quer- sondern mit Seitenruder fliegen :-) ) und wieder zurück. Toll.
Funktioniert. Langsam ging es nach oben bis an die Hangkante. Da kamen wir uns
dann entgegen und ich flog problemlos unter ihm durch... nun noch eindrehen,
damit man nicht hinter dem Berg verschwindet (2.4 GHz !!) und dann den Hang
wieder runterflitzen,.... soweit der Gedanke. Das eindrehen ging noch, aber dann
machte sich meine alte Schwäche wieder bemerkbar: Die Entfernung falsch
eingeschätzt.
Ich war offensichtlich schon weit hinter der Hangkante, was von meinem
Standplatz aus nicht richtig zu sehen war, und das eindrehen führte zum direkten
horizontalen Einflug in die Bergkante auf der anderen Seite. Sch...., das kennen
wir doch schon von Römerswil. Also hochklettern und schauen was übrig ist. Toll.
Der Flieger sieht noch ganz aus, die Ruder tun auch alle,... allerdings liegt
der Flieger etwa 30m unterhalb der Hangkante direkt im sehr steilen Geröllhang.
Nun ist guter Rat teuer, und das Seil weit weg im Hotel.
Willy erbot sich aufzupassen während ich das Seil zur Sicherung holte. Als
ich wieder zurück kam, kam Willy gerade mit dem demontierten Flieger um die
Hangkante. Auf die Frage, ob es nicht gefährlich gewesen sei: "... noch sind die
Grasbüschel trocken und bieten etwas Halt. Wenn es zum regnen kommt geht da nix
mehr...". Chapeau und ganz herzlichen Dank Willy. Damit wurde der erste Flugtag
abgeschlossen, weil es in der Tat nun auch wieder zu regnen begann. Wir, bzw.
ich, nutzten die restliche Zeit um den Flieger wieder zu reparieren. Mit
Ausnahme einiger Kratzer durch die Bergung und einem verbogenen Flächenstahl
keine wetere Beschädigung. Der Testflug am nächsten Morgen wurde problemlos
absolviert. Wir vertrieben uns nun die Zeit bei leichtem Nieselregen und sehr
frischem Wind mit HLG Hangfliegen direkt am Hotel bis es zum Abendessen ging.
Nach einem sehr feinen Nachtessen, viel Fliegerlatein und Diskussionen,
gingen wir müde zu Bett und waren gespannt auf den nächsten Tag. Hoffentlich
hält der Wetterbericht was er verspricht.
Sonntag Morgen: Volltreffer
Blauer Himmel mit vielen weissen Wolken am Sonntag morgen, leichte Brise aus
Westen und deutlicher Tendenz zur Wolkenreduktion und höhere Temperatur und die
weiss "gepuderten" Bergspitzen boten ein wunderbares Panorama. Das kann ja ein
toller Tag werden. Nach dem sehr ausgiebigen Frühstück und dem auschecken ging
es wieder rüber ins Baulokal. Heute sollte die 5m Alpina ihren ersten
hochalpinen Einsatz haben. Gegen 11:00 gingen Willy, Philip und ich auf den
Schalmi, während Philip und Pascal die deutlich anstrengendere Variante auf die
Lavey wählten. Ich glaube wir waren besser dran. Pascal's B4 sahen wir auf jeden
Fall nur einmal ganz kurz und deutlich tiefer landen, ansonsten konnten wir nur
die kleinen HLG dort oben erkennen.
Philip probierte nun auch seinen neuen Spider aus. Ein hübsches dynamisches
Fluggerät und er war sichtlich zufrieden nach dem Erstflug. Auch wenn die
väterliche Diskussion über die Trimmstellung zu unterschiedlichen Ergebnissen
führte. Auch der HLG durfte nun wieder ran, da der Wind mittags deutlich
nachlies. Willy störte das nicht, er zog unbeeindruckt seine Kreise am Hang und
stieg hoch.
Irgendwo hat er in den Tragflächen wohl doch Heliumballons versteckt :-)
Meine Alpina startete nun ebenfalls. Dank kraftvollem E-Motor machte die
Flaute nicht wirklich was aus, sondern war sogar ganz angenehm, da der Flieger
sauber eingetrimmt werden konnte. Der erste dynamische Abstieg machte wirklich
Spass :-), danach kamen die Wölbklappen zum Einsatz und der letzte Rest Thermik
wurde ausgenutzt. Ich muss schon noch etwas üben,... aber es hat funktioniert.
Auch die weiteren Starts zeigten das Potential der Alpina. Nächstes Jahr auf
JEDEN Fall wieder mit dabei.
Nach einer kurzen Mittagspause, wurden am frühen Nachmittag nochmals die
Flieger bereit gemacht um die restliche Zeit zu geniessen, bis es gegen 15:00
Uhr hiess: Feierabend. Wir müssen das Gepäck noch mit der Bahn nach unten
bringen und nach Hause fahren.
So trennten sich unsere Wege an der Bergstation da nur eine Transportgondel
bereit stand und die zweite erst vom Tal hochgeholt werden musste. Gegen 16:30
waren jedoch auch wir unten in Gails, hatten alles in das Auto verladen und
machten uns auf den Heimweg.
Es war ein wunderschönes Wochenende, und mit Sicherheit nicht das letzte auf
dem Hahnenmoos. Der Termin für nächstes Jahr ist auch schon fixiert und die
Vorfreude besteht schon. Hoffen wir nur, dass die Bergbahnen auch nächstes Jahr
wieder dieses Superangebot machen, und allen Hotelgästen freie Fahrt auf allen
Seilbahnen und dem Postauto anbieten. Dies ist vor allem für die nichtfliegende
Fraktion eine ganz tolle Sache, können doch weite Wanderungen durchgeführt
werden, ohne Zusatzkosten und sogar ein Shoppingausflug nach Adelboden war da am
Samstag noch drin.
Schade dass nicht mehr Mitglieder gekommen sind,... aber vielleicht nächstes
Jahr :-)
Bilder
Hier noch einige Bilder von diesem Wochenende.
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Samstag Morgen 08:00 Uhr. Blick nach Süden |
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Luxus pur. Der gesamte Aufenthaltsraum für uns alleine |
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Alles bereit für den grossen Augenblick |
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Lockere Sprüche helfen zu warten |
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... aber kein Regen. Los geht's.... |
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Willy und Pascal: Unsere "Kampfflieger"... |
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Nicht viel,... aber es trägt |
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Hangflug Luxus vom Bänkchen aus.... |
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Auch die HLG's kommen nun.... |
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Bewegung hält warm bei 4 Grad :-) |
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Temperatur stabil,... aber Flaute |
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Es hellt doch langsam auf nachmittags |
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Auch Philip braucht etwas zum Aufwärmen |
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Das Grinsen sagt alles: So muss es sein. |
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Leichte Aufhellungen von Westen |
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Steinmandli für toller Kulisse |
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Pascal im Anstieg zur Schalmi |
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Flamingo im schnellen Cross-Over |
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... und Willy's "Helium"-Segler steigt... |
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.und steigt und steigt... |
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... und steigt. Trotz sehr wenig Wind. Helium. Klar,... aber wo ? |
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Die HLG dagegen müssen den letzen Winkel nutzen |
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Na endlich: Blaue Störung :-) |
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... und raus gehts (Sorry für die Bildqualität) |
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Sonntag Morgen: Wer will da im Bett bleiben ? |
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Der Wetterbericht hat Wort gehalten |
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11:30 Alles bereit zum grossen Finale |
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Spider mit WWW-Trimmung im Überflug |
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Sieht gut aus und fliegt auch so: Philips Spider |
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Willy dagegen schon wieder weit oben |
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Thermik !!!!!! Mit dieser Ankündigung muss es doch gehen.... |
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... und siehe da: Ganz unten anfangen.... |
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... und nach oben ziehen :-) So macht es Spass |
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Feierabend. Nun ist Schluss. Das wars: Hahnenmoos 2009 |
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