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10.10. Hahnenmoos

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Hahnenmoos

Obwohl abgesagt als Vereinsanlass, trafen sich doch 4 Mitglieder und Philip S., ein externer Fliegerfreund, zum, mehr oder weniger, alpinen Saisonabschluss. Man weiss ja nie was noch kommt :-)

Wir, die beste Ehefrau von allen und ich, konnten erst am Freitag abend gegen 19:30 auf der Passhöhe eintreffen. Willy mit seinem Sohn Philip und Philip S. trafen bereits am Freitag nachmittag ein und nutzten die Hangwinde bereits ausgiebig. Recht abenteuerlich das schmale Strässchen ab Adelboden hoch zum Hahnenmoos bei Dunkelheit,... trotzdem ging alles gut und auch die Küche war noch bereit, hielt unser Essen warm und servierte auch noch vor dem Einchecken. Nun ja, die wollten wohl auch Feierabend machen.

Nach dem sehr feinen Abendessen bezogen wir unser Doppelzimmer im zweiten Stock mit fantastischem Ausblick. Das konnten wir sogar noch in der Nacht erkennen. Zudem waren wir heute die einzigen Gäste, so dass wir die volle Aufmerksamkeit des Personals geniessen konnten.

Samstag morgen

Tja,... der Wetterbericht hat es ja schon angekündigt. Regen, Regen, Regen und nochmals Regen. Bis Mittag mit fallenden Temperaturen auf 4o Celsius. Na das kann ja heiter werden. Den ganzen Tag in der Hütte verbringen !? Wir hielten uns vornehmlich im Bastelraum des Hotels im anderen Gebäude auf und konnten so unsere ganze Luftflotte ( immerhin 10 Flugzeuge ) ungeniert aufbauen, ausbreiten und ausgiebig testen. In der Zwischenzeit ist auch Pascal mit seinen beiden B4 eingetroffen.

Mitten in die Diskussionen am frühen Nachmittag klarte es plötzlich etwas auf und der Regen hörte auf. Nichts wie raus. Die kleinen HLG und Schaumwaffeln mussten nun erstmal ran. Direkt vor dem Hotel. Purer Luxus. Sitzen auf dem Bänkchen vor dem Gebäude und schönstes Hangfliegen in 10 m Entfernung. Auch das Wetter stabilisierte sich zusehends und der Wind wurde kräftiger.

Nun durften also auch die grösseren ran. Es trug super direkt am Hotel. Man konnte weit rausfliegen und problemlos wieder an den Hang zurück. Mutig geworden ob der Wetterbesserung beschlossen wir rüber zum Schalmi zu wandern, nur etwa 10 Minuten zu Fuss, und es dort zu versuchen, da der Hang quer zum Wind lag und wir uns bessere Bedingungen versprachen.

Willy zeigte uns den Meister in allen Belangen. Während die HLG, und ich mit meinem Flamingo, zu kämpfen hatten um wieder an den Startplatz zurückzukehren, demonstrierte Willy den Hangflug in Perfektion und stieg mit seinem 3m Flieger problemlos immer höher und konnte auch kleinere Akroeinlagen demonstrieren. Die Abstände beim Hangflug lagen bei ihm aber teilweise deutlich unter einem Meter :-)

Das wollte ich auch. Also genau zugeschaut und los. Schön am Hang entlang, scharfe Kurve (Ja Wily, ich hab's  mir hinter die Ohren geschrieben: Nicht mit Quer- sondern mit Seitenruder fliegen :-) ) und wieder zurück. Toll. Funktioniert. Langsam ging es nach oben bis an die Hangkante. Da kamen wir uns dann entgegen und ich flog problemlos unter ihm durch... nun noch eindrehen, damit man nicht hinter dem Berg verschwindet (2.4 GHz !!) und dann den Hang wieder runterflitzen,.... soweit der Gedanke. Das eindrehen ging noch, aber dann machte sich meine alte Schwäche wieder bemerkbar: Die Entfernung falsch eingeschätzt.

Ich war offensichtlich schon weit hinter der Hangkante, was von meinem Standplatz aus nicht richtig zu sehen war, und das eindrehen führte zum direkten horizontalen Einflug in die Bergkante auf der anderen Seite. Sch...., das kennen wir doch schon von Römerswil. Also hochklettern und schauen was übrig ist. Toll. Der Flieger sieht noch ganz aus, die Ruder tun auch alle,... allerdings liegt der Flieger etwa 30m unterhalb der Hangkante direkt im sehr steilen Geröllhang. Nun ist guter Rat teuer, und das Seil weit weg im Hotel.

Willy erbot sich aufzupassen während ich das Seil zur Sicherung holte. Als ich wieder zurück kam, kam Willy gerade mit dem demontierten Flieger um die Hangkante. Auf die Frage, ob es nicht gefährlich gewesen sei: "... noch sind die Grasbüschel trocken und bieten etwas Halt. Wenn es zum regnen kommt geht da nix mehr...". Chapeau und ganz herzlichen Dank Willy. Damit wurde der erste Flugtag abgeschlossen, weil es in der Tat nun auch wieder zu regnen begann. Wir, bzw. ich, nutzten die restliche Zeit um den Flieger wieder zu reparieren. Mit Ausnahme einiger Kratzer durch die Bergung und einem verbogenen Flächenstahl keine wetere Beschädigung. Der Testflug am nächsten Morgen wurde problemlos absolviert. Wir vertrieben uns nun die Zeit bei leichtem Nieselregen und sehr frischem Wind mit HLG Hangfliegen direkt am Hotel bis es zum Abendessen ging.

Nach einem sehr feinen Nachtessen, viel Fliegerlatein und Diskussionen, gingen wir müde zu Bett und waren gespannt auf den nächsten Tag. Hoffentlich hält der Wetterbericht was er verspricht.

Sonntag Morgen: Volltreffer

Blauer Himmel mit vielen weissen Wolken am Sonntag morgen, leichte Brise aus Westen und deutlicher Tendenz zur Wolkenreduktion und höhere Temperatur und die weiss "gepuderten" Bergspitzen boten ein wunderbares Panorama. Das kann ja ein toller Tag werden. Nach dem sehr ausgiebigen Frühstück und dem auschecken ging es wieder rüber ins Baulokal. Heute sollte die 5m Alpina ihren ersten hochalpinen Einsatz haben. Gegen 11:00 gingen Willy, Philip und ich auf den Schalmi, während Philip und Pascal die deutlich anstrengendere Variante auf die Lavey wählten. Ich glaube wir waren besser dran. Pascal's B4 sahen wir auf jeden Fall nur einmal ganz kurz und deutlich tiefer landen, ansonsten konnten wir nur die kleinen HLG dort oben erkennen.

Philip probierte nun auch seinen neuen Spider aus. Ein hübsches dynamisches Fluggerät und er war sichtlich zufrieden nach dem Erstflug. Auch wenn die väterliche Diskussion über die Trimmstellung zu unterschiedlichen Ergebnissen führte. Auch der HLG durfte nun wieder ran, da der Wind mittags deutlich nachlies. Willy störte das nicht, er zog unbeeindruckt seine Kreise am Hang und stieg hoch.
Irgendwo hat er in den Tragflächen wohl doch Heliumballons versteckt :-)

Meine Alpina startete nun ebenfalls. Dank kraftvollem E-Motor machte die Flaute nicht wirklich was aus, sondern war sogar ganz angenehm, da der Flieger sauber eingetrimmt werden konnte. Der erste dynamische Abstieg machte wirklich Spass :-), danach kamen die Wölbklappen zum Einsatz und der letzte Rest Thermik wurde ausgenutzt. Ich muss schon noch etwas üben,... aber es hat funktioniert. Auch die weiteren Starts zeigten das Potential der Alpina. Nächstes Jahr auf JEDEN Fall wieder mit dabei.

Nach einer kurzen Mittagspause, wurden am frühen Nachmittag nochmals die Flieger bereit gemacht um die restliche Zeit zu geniessen, bis es gegen 15:00 Uhr hiess: Feierabend. Wir müssen das Gepäck noch mit der Bahn nach unten bringen und nach Hause fahren.

So trennten sich unsere Wege an der Bergstation da nur eine Transportgondel bereit stand und die zweite erst vom Tal hochgeholt werden musste. Gegen 16:30 waren jedoch auch wir unten in Gails, hatten alles in das Auto verladen und machten uns auf den Heimweg.

Es war ein wunderschönes Wochenende, und mit Sicherheit nicht das letzte auf dem Hahnenmoos. Der Termin für nächstes Jahr ist auch schon fixiert und die Vorfreude besteht schon. Hoffen wir nur, dass die Bergbahnen auch nächstes Jahr wieder dieses Superangebot machen, und allen Hotelgästen freie Fahrt auf allen Seilbahnen und dem Postauto anbieten. Dies ist vor allem für die nichtfliegende Fraktion eine ganz tolle Sache, können doch weite Wanderungen durchgeführt werden, ohne Zusatzkosten und sogar ein Shoppingausflug nach Adelboden war da am Samstag noch drin.

Schade dass nicht mehr Mitglieder gekommen sind,... aber vielleicht nächstes Jahr :-)

Bilder

Hier noch einige Bilder von diesem Wochenende.

Samstag Morgen 08:00 Uhr. Blick nach Süden

... und nach Westen :-(

6 Grad Celsius

5 Grad Celsius

Luxus pur. Der gesamte Aufenthaltsraum für uns alleine

Alles bereit für den grossen Augenblick

Lockere Sprüche helfen zu warten

4 Grad Celsius...

... aber kein Regen. Los geht's....

Na also,.. geht doch.

Willy und Pascal: Unsere "Kampfflieger"...

Nicht viel,... aber es trägt

Hangflug Luxus vom Bänkchen aus....

Auch die HLG's kommen nun....

Bewegung hält warm bei 4 Grad :-)

Temperatur stabil,... aber Flaute

Es hellt doch langsam auf nachmittags

Auch Philip braucht etwas zum Aufwärmen

HLG im Anflug

Das Grinsen sagt alles: So muss es sein.

Leichte Aufhellungen von Westen

Steinmandli für toller Kulisse

Pascal im Anstieg zur Schalmi

Flamingo im schnellen Cross-Over

... und Willy's "Helium"-Segler steigt...

.und steigt und steigt...

... und steigt. Trotz sehr wenig Wind. Helium. Klar,... aber wo ?

Die HLG dagegen müssen den letzen Winkel nutzen

Irgendwie geht's doch

Na endlich: Blaue Störung :-)

WWW: Willy wills wissen

... und raus gehts (Sorry für die Bildqualität)

Sonntag Morgen: Wer will da im Bett bleiben ?

Der Wetterbericht hat Wort gehalten

11:30 Alles bereit zum grossen Finale

Spider mit WWW-Trimmung im Überflug

Sieht gut aus und fliegt auch so: Philips Spider

Willy dagegen schon wieder weit oben

Thermik !!!!!! Mit dieser Ankündigung muss es doch gehen....

... und siehe da: Ganz unten anfangen....

... und nach oben ziehen :-) So macht es Spass

Feierabend. Nun ist Schluss. Das wars: Hahnenmoos 2009

 

 

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Stand: 05.10.11