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30.April 2006 |
Startschuss |
Die
Flächenkerne sind aus 80mm Styropor mit 15g/m3 geschnitten. Das Profil
ist das NH-951. Die Abachibeplankung ist geschnitten und auf der
Innenseite geschliffen.
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Vorbereitung |
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Die
Oberseite des rechten Flügels wird mit allen GFK und Kohle Einlagen
vorbereitet. Das GFK ist 163g Leinwand Gewebe und wird im Winkel von 30
und 45° zugeschnitten. Innen am Rumpf sind es 3 Lagen und aussen noch 1 Lage. Der
Ganze Flügel ist also mit GFK unterlegt. Gleichzeitig werden alle GFK
Matten für den linken Flügel geschnitten um die Flügel mit dem gleiche
Gewicht bauen zu können.
Zusätzlich erhält der Flügel 2
Carbonbänder Unidirektional 200g. 1 Band für die ganze Spannweite, das
2. Band geht etwas über den Knick.
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Laminieren |
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Hier
ist die Beplankung der Flügeloberseite mit allen Verstärkungen
versehen. Sehr schön zu sehen sind die Carbonbänder. Was schlecht zu
sehen ist, sind die Endleistenverstärkungen aus Bidirektionalen GFK
Band. Im Bereich der Endleiste und Holm ist etwas mehr Harz aufgetragen um eine bessere Verklebung zu erhalten.
Ach
ja Verklebung: Ich habe etwa 1% Schaumtreibmittel dem Harz zugefügt, um
eine bessere Verklebung mit dem Styropor zu erhalten.
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Vakuum |

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Die
Beplankung wird sorgfälltig und exakt auf den Styrokern aufgelegt. Dann
wird das ganze in eine Trennfolie eingepackt und mit Klebeband fixiert.
Das Ganze geht anschliessend in den Vakuumsack.
Der Unterdruck stelle ich auf ca. 180Pa ein.
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Nein Kevin,... die B4 ist noch nicht fertig! |

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Diese Jungen von heute, nichts als
Flausen im Kopf. |
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Holmvorbereitung |
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Der
Flügel aus dem Vakuumsack wird für den Holm vorbereitet. Dazu habe ich
ein Abdeckband über die gesamte Spannweite geklebt und dann genau mit
einem scharfen Japanmesser entlang der Kante in mehreren Schritten
durchgeschnitten. Vorsicht nicht das Gewebe beschädigen. Dann mit einem
1er Schraubenzieher das Styro herausgenommen.
Die Endleiste mit dem Dremel das überschüssige Harz
entfernt und das Gewebe leicht angeschliffen um später wieder eine
richtige Verklebung zu erhalten.
Zuerst mache ich aber den linken Flügel analog des rechten, um wirklich beide Flügel exakt gleich bauen zu können.
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Balsawand |

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Die
ganze Spannweite ausser der Bereich der Flächensteckung wird mit
stehendem Balsa verstärkt. Das Balsa dient auch als sauberer Abschluss
der Aussparung und deshalb wird weniger Harz gebraucht. Eingeklebt habe
ich das Balsa mit Uhu Por.
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Flächensteckung |
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Etwas
Gehirnschmalz hat der Einbau der Flächensteckung gebraucht. Im Rumpf
ist von der alten Fläche die Rundstahlsteckung noch eingebaut. Also
muss die neue Fläche an den Rumpf angepasst werden.
Ich habe die Flächenabschlussrippe exakt auf den Rumpf
angepasst und die Bohrung in mühsamer Millimeterarbeit passend
geschliffen. Und das gleich zweimal.
Die fertige Abschlussrippe exakt auf der Fläche mit Uhu Por festgeklebt.
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Detail |

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Hier die Detailansicht. |
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Laminieren |
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So nun nochmals alles angeschaut und dann wird laminiert.
Zuerst kommen Kohleroving in die Nut. Nach aussen werden weniger Roving eingelegt.
Dann
kommt der Holmverbinder. Der Verbinder besteht bis etwas über den
Flächenknick aus Balsa. Nach aussen besteht der Verbinder aus Styropor.
Der Verbinder ist mit Glasgewebe 160g Nass in Nass in einem Winkel von
45° umwickelt. Diese Variante ersetzt den Kohleschlauch und hält
genauso gut.
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Detail |

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Hier ist der Übergang vom Balsaverbinder zum Styroverbinder. Beides ist schon umwickelt. |
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Beide Flächen |

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Beide Flächen sind hier soweit fertig.
Über den Holmverbinder sind dann wieder Kohleroving eingelegt.
Für den Holm habe ich 300g Harz verbraucht. Also 150g pro Fläche.
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Unterseite |
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Die
Unterseite ist jetzt auch soweit, dass diese beplankt werden kann. Die
Servos sind eingebaut und alle Kabel für die Servos und die
Rauchpatronen sind gezogen. Die Stecker fertig eingebaut.
Auf dem Bild zu sehen sind die Kohlebänder, die für das Laminieren bereit liegen.
Die
Unterseite wird Analog der Oberseite mit Gewebe verstärkt, es muss
jedoch darauf geachtet werden, dass keine Sollbruchstelle entsteht.
Im
Nasenbereich habe ich ein Gemisch aus Baumwollflocken und Microballons
auf die Beplankung der Oberseite aufgetragen, damit der Nasenbereich
gut geschliffen werden kann.
Nach der Beplankung wandert der Flügel wieder in den Vakuumsack.
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Flügel |
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Hier ist der Flügel bereits grob geschliffen und die 3 Klappen sind angezeichnet.
3
Klappen an einer B4? Ja ich weiss die Original B4 hat nur Bremsklappen
und Querruder. Diese B4 ist zum Fliegen gebaut und in der Luft sieht
man keine Klappen. Ich wollte eigentlich auch nur Wölbklappen einbauen.
Im Flügel haben aber maximal 17mm Servos Platz. Um nicht 2 Servos an
einem Ruderblatt würgen zu lassen, habe ich einfach die Wölbklappe
unterteilt. Die äussere Wölbklappe kann so in den langsamen Passagen
das Querruder unterstützen.
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Ruderblätter |

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Die Ruder sind ausgeschnitten. Hier einen Dank an Willy Ramsteiner.
Die
Ruder konnten problemlos mit der Dremel Diamanttrennscheibe
ausgeschnitten werden. Wenn man sich dabei etwas Mühe gibt, braucht es
praktisch keine Nachbearbeitung.
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Verkastung |

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Hier die Variante der Innenverkastung. |
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6 Klappen Pilatus B4 |

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Und stören die vielen Klappen?
Ich erhoffe mir von der B4 dass sie im Akro richtig gut funktioniert und dass sie trotzdem für Thermikflug geeignet ist.
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Fertig |

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Flügel sind fertig. |
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Erstflug am 29.7.2006 |
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Am
Tag des Erstfluges war ich nervös wie schon lange nicht mehr. Mit
zitternden Fingern wurde das Schleppseil eingehängt und nochmals alles
kontrolliert. Edi Flecklin gab seiner Cessna mit ZG62 die Sporen. Die B4
fliegt!!! Nach 2 Jahren Bauzeit und etwa 1000 Baustunden sah ich wie
das Gespann mit wunderbarem Flugbild langsam auf Höhe kletterte. Die
Anspannung löste sich langsam und das Zittern hörte für einen Moment
auf.
Auf etwa 150m wurde geklinkt und der Flieger
erstmal eingetrimmt. Dann der Langsamflugtest. Höhenruder langsam bis
ans Ende ziehen. Die B4 wird schwammig geht in den Sackflug. Höhenruder
loslassen und die B4 nimmt die Nase nach unten und holt Fahrt auf. Ich
lasse den Flieger mit abgesenkter Nase weiterfliegen. Der Flieger wird
unheimlich schnell und macht keine Anstallten irgendwas an der Fluglage
zu ändern. Genau so habe ich mir das vorgestellt. Nach einem schnellen
Platzüberflug ziehe ich die B4 wieder hoch und teste die Landestellung.
Die beiden inneren Klappen werden nach unten ausgeschlagen und das
Querruder nach oben. Mit vollen Ausschlägen ist fast keine
Querruderwirkung vorhanden, der Flugwinkel aber genug steil, um sicher
landen zu können.
Abkreisen und dann zum Landeanflug.
Die erste Landung steht bevor und das Zittern fängt schon wieder an. Da
die Finger zittern, lasse ich den Flieger einfach kommen und korrigiere
sehr wenig. Alles passt, kurz vor dem Boden langsam Höhenruder ziehen,
sauber ausschweben, perfekt.
Nach einigen weiteren
Flügen bin ich einfach nur super zufrieden mit der neuen B4. Es hat
zwar noch keine einzige Akrofigur funktioniert, aber dies liegt in
erster Linie am Pilot. Dieser Flieger geht so neutral durch alle
Passagen, dass ich viel zuviel gesteuert habe. Rückenflug geht zB. ganz
ohne Tiefenruder. Die Ruderwirkung auf allen Rudern ist hervorragend
und auch der Durchzug ist Top.
Fazit: Ich bin einfach nur glücklich mit dem Flieger.
Daten: Spannweite 4.6m; Gewicht 9.5kg; Flächenbelastung 81g/dm^2
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