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30. August 2009

Tag 2 der Schweizer Meisterschaften F4C

6:30 Uhr: Good Morning Alpnach, Good Morning Pilots

.. hiess es aus den Platzlautsprechern um die Piloten rechtzeitig zum Frühstück zu wecken und auf den bevorstehenden Tag der Entscheidung beim Pilotenbriefing vorzubereiten

Es gibt nur eine Definition: "A very perfect Day"

Bei traumhaften Bedingungen wurde der zweite Tag der SM F4C mit den Flugwettbewerben um 08:00 Uhr gestartet, und offensichtlich ist auch Petrus Modellflieger,... oder denen zumindest sehr zugetan.

Die aufkommende Morgenröte die unseren Hausberg, den Pilatus, in einem rötlichen Licht erstrahlen lies, versprach Traumwetter. Leichter Wind, 12 Grad um 08:00 und ansteigend auf ca. 27 Grad C sowie ein blauer wolkenloser Himmel während der ganzen Veranstaltung bescherten den Piloten und den Zuschauern traumhafte Bedingungen. Auch an diesem Tag kamen wieder mehrere tausend Zuschauer um die Wettkämpfe und das Showflugprogramm zu bestaunen.

Die Küchencrew war heute besser vorbereitet und mit mehr Personal ausgestattet, trotzdem bildeten sich lange Schlangen bereits wieder am frühen Morgen. Doch niemand war ungeduldig und alle warteten geduldig um die feinen Speisen zu geniessen.

Aufgrund der fehlenden 4 Starter aus D und I verschob sich das Programm so weit nach vorn, dass unser Wettkampfleiter, Christoph Bitterli, mit sichtlichem Genuss, kurzfristig 2 längere Showeinlagen organisierte um dem staunenden Publikum noch mehr "Action" bieten zu können. Und die Zuschauer nahmen diese Showeinlagen dankbar an.

Ein spezielles Highlight in den Showeinlagen bot Martin Sannwald. Er flog einen Multiplex Fun-Jet. Eigentlich ein Einsteigermodell. Aber Martin Sannwald, der an dieser Meisterschaft den hervorragenden 3. Rang belegte in der  Kategorie F4J, flog den Fun-Jet nicht ohne Grund. Als anerkannter Jetpilot kommt bei ihm natürlich kein, wie vom Hersteller vorgesehener Elektro-Impeller zum Einsatz, sondern eine echte Kolibri-Turbine, die den Fun-Jet derart rasant senkrecht in den Himmel katapultierte, dass den Zuschauern der Atem weg blieb. Die Zuschauer, und vor allem die "grossen" Kinder unter ihnen, hatten sichtlich Spass an der Vorführung. Das deutliche Grinsen in Martins Gesicht sagte mir aber, dass der Spass bei ihm noch viel grösser war: Er flog das "Ding" schliesslich :-)
Für interessierte noch ein paar technische Daten: Abfluggewicht ca. 1.2 kg, Schub ca. 1.8 kg, Leerlauf 90'000 RPM, Volllast 250'000 RPM, Spitzengeschwindigkeit ca. 300 km/h und in 3 Sekunden aus dem Sichtbereich. Das Modell selbst kostet etwa CHF 80.--, die Turbine mit Zubehör CHF 4500,--. Man gönnt sich ja sonst nichts :-)

Radio- und Fernsehreporter waren auf dem Platz anwesend um über den Anlass zu berichten. Sogar einen halbseitigen Bericht in der Zentralschweizer Sonntagszeitung, mit Berichten vom Samstag, konnten wir staunend, weil wir davon gar nichts wussten, entdecken. Eine äusserst positive Berichterstattung trug sicher noch dazu bei, an diesem letzten Tag der Meisterschaft noch zusätzliche Zuschauer zu mobilisieren. Trotz der traumhaften Bedingungen die den einen oder anderen Interessierten vielleicht doch eher in die Berge oder an den See zog, konnten wir wieder gegen 3000 Zuschauer auf dem Platz begrüssen.

Alle Besucher zeigten sich tief beeindruckt vom Können der Piloten und der wunderschönen Modelle.

Der Wettkampf verlief auch an diesem Tag in sehr angenehmer Atmosphäre und ohne irgendwelche Zwischenfälle, Störungen oder Modellverluste.

Gegen 16:30 wurde die Schweizer Meisterschaft für beendet erklärt, und die Arbeit hinter den Kulissen begann. Das Rechnungsbüro war trotz mehrer Laptops und Arbeit unter Hochdruck nicht in der Lage, die Rangverkündigung pünktlich um 17:30 durchzuführen, sondern war erst um 17:45 zur Rangverkündigung bereit. Der Hauptgrund der Verschiebung lag in den Diplomen die an jeden Teilnehmer übergeben werden sollten, auf dem seine Rangierung mit dem jeweils geflogenen Modell als Foto ersichtlich war. Die Druckgeschwindigkeit des Druckers für die Fotorealistischen Ausdrucke wurde vom OK-Präsidenten doch unterschätzt. Die Piloten der Kategorie Jet erhalten diese nun per Post nachgeliefert.

Um 17:30 begann die Rangverkündigung mit der Kategorie F4C, F4H und F4J.

Während die Titel "Schweizer Meister 2009" in den Klassen F4C und F4J nicht ganz unerwartet an die "alten" Schweizer Meister Andreas Lüthi (F4C) und Urs Mayländer (F4J) übergeben werden durften, gab es in der Klasse F4H eine Überraschung. Der erst 21-jährige Michael Tschiemer überzeugte die Punktrichter mit der Bauqualität und den Flugvorführungen seiner Super Puma so sehr, dass er nun mit deutlichem Vorsprung als Schweizer Meister in der Klasse F4H gekürt werden durfte.

Eine weitere Überraschung gab es in der Klasse F4J. Adrian Senn, Sohn von Reto Senn, und mit 16 Jahren erstmalig an einer Schweizer Meisterschaft mit einem Hawker Hunter, gelang der Sprung in die erste Tableauhälfte auf den hervorragenden 7. Platz und nur knapp 30 Punkte hinter Franz Walti mit seiner wunderschönen F111. Hier wächst ein noch genau zu beobachtendes Talent heran.

Die Siegerehrung der Kategorie F4H nahm der scheidende FaKo Präsident F4H Eric Ribak vor. Eric konnte aufgrund eines erheblichen Schadens an seiner EC-145 "REGA" vor zwei Wochen leider nicht selbst starten.

So nahm die Schweizer Meisterschaft 2009 ihr Ende um 18:15. Alle Piloten konnten sich auf den Heimweg machen, und wie wir erfahren durften, waren alle hoch zufrieden. Vor allem die Zuschauerkulisse wurde sehr geschätzt.

Die geschätzten 6000 Zuschauer boten an beiden Tagen eine wunderbare Kulisse für die Piloten, die eine neue Erfahrung machen durften, war es doch das erste Mal in der Geschichte der SM F4C, dass so viele Zuschauer einer SM beiwohnten.
Zitat: "... eigentlich sind wir es an der SM gewöhnt fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu fliegen..."
Diese Veranstaltung zeigte aber auch die Attraktivität des Modellflugsports und die breit abgestützte Akzeptanz in der Bevölkerung.

Doch vor der Rangverkündigung gab es noch eine

Weltpremiere

Als sozusagen krönenden Abschluss der Wettkämpfe, und zum Ende der Veranstaltung, durften die noch anwesenden ca. 800 Zuschauer eine Weltpremiere der besonderen Art erleben.

Reto Senn und Roger Thoma demonstrierten zum ersten Mal einen Tandemflug mit Ihren beiden Huntern. Die besonders schwierige Vorführung und das anspruchsvolle Programm begeisterten die Zuschauer enorm und veranlassten diese mehrfach während der Vorführung zu spontanem Szenenapplaus, wie z.B. beim Doppellooping, oder auch beim Passierflug, bei dem sich beide Hunter vor den Zuschauern in der Luft kreuzten
 

Die perfekten Flugvorführungen riefen Erinnerungen an die Patrouille Suisse wach.

Ein aussergewöhnlicher Abschluss einer besonders gelungenen Veranstaltung.
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank den Piloten die sich kurzfristig zu dieser aussergewöhnlichen Darbietung entschlossen haben.

Wettkampf Resume

Zusammengefasst darf festgestellt werden, dass an diesem Wochenende, zusammen mit den Showflügen und Trainings, weit über 250 Flüge stattgefunden haben. Mit Ausnahme eines einzigen technischen Fehlers, traten keinerlei Störungen, weder an den Maschinen, noch an den Triebwerken auf. Auch die Fernsteuerungen, mit Ausnahme von 7 Piloten flogen alle mit Futaba 2.4 GHz Steuerungen, haben ihre Leistungsfähigkeit aufgezeigt. Keine einzige Störung oder Steuerungsausfall war festzustellen.

Es kann nur gehofft werden, dass künftig nur noch mit 2.4 GHz Anlagen geflogen wird. Dies erhöht die Sicherheit und vereinfacht die Wettkampfplanung wegen Kanaldoppelbelegungen doch enorm, kann doch dann auf das obligatorische Senderdepot (fast) verzichtet werden, und lässt Störungen von Anlagen die ausserhalb des Wettkampfbereiches in Betrieb genommen werden und die nicht kontrolliert werden können, nicht mehr zu.

Die Turbinen- wie auch die neue 2.4 GHz Fernsteuertechnik ist nun auf einem so hohen Niveau, dass sie wirklich als Alltaugstauglich und sicher bezeichnet werden kann, und Bedenken an der neuen Technik wohl definitiv unbegründet sind. Quod erat demonstrandum.

Auch die Aussteller waren, wie ich erfreut erfahren durfte, mehr als zufrieden mit der Veranstaltung. Sowohl mit dem Zuschaueraufmarsch wie auch mit den Kundenkontakten. Fachpublikum in diesem Umfang ist in der Schweiz nur schwerlich auf einer anderen Flug-Veranstaltung zu finden. 

Ein besonderes Highlight waren die Zuschauer: Aussergewöhnlich diszipliniert, kooperativ und geduldig. Die Freude der Piloten übertrug sich auf die Zuschauer,... oder war es umgekehrt ?
Auf jeden Fall waren wir als Veranstalter ausserordentlich überrascht, wie sauber die Bereiche rund um den Hangar waren, und wie diszipliniert die Abfallcontainer und Abfalltrennung angenommen wurden.

Wir als  Veranstalter dürfen, so glauben wir zumindest, auf eine rundherum gelungene Veranstaltung zurückblicken, die allen Beteiligten in sehr angenehmer Erinnerung bleiben wird.

Weitere Bilder zum Sonntag finden Sie hier


Danksagung

Das war sie nun,... die Schweizer Meisterschaft F4C in Worten und in Bildern.

Ich sage mit aller Hochachtung Danke:

  • Danke zu meinen Kollegen aus dem OK

  • Danke an die Kollegen der MGOW ohne deren aufopfernde Mitarbeit dieser Anlass nicht durchzuführen gewesen wäre

  • Danke an Ursi Diegel mit Ihrer Tochter, die sich spontan bereit erklärt haben uns am Samstag und Sonntag noch zusätzlich zu helfen

  • Danke an die Fluggruppe Kägiswil für den freien Flugraum

  • Danke an die Gemeinde Alpnach und die Luftwaffe für die Bewilligung den Anlass durchzuführen

  • Danke an die Sponsoren die uns tatkräftig unterstützt haben

  • Danke an alle anderen die ich vergessen habe hier zu erwähnen

  • Danke an den Vorstand des SMV
    .... und natürlich

  • Danke an die teilnehmenden Piloten

Rainer Beckerbauer, OK Präsident.


... und der sich trotzdem schon wieder freut, vielleicht, eine SM irgendwann mal wieder in Alpnach organisieren zu dürfen ;-)

 

 

 

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Stand: 05.10.11