Der Akku und der Regler

Quelle: FMT 07/11, Interview mit Rainer Hacker, http://www.hacker-motors.com)

In grösseren Modellen kommen wir schnell an die Grenzen der Standardverbindung zwsichen Akku und Elektromotor.

Im Normalfall darf die maximale Kabellänge zwischen Akku und Regler max ca. 25 cm sein. In grösseren oder Grossmodellen kommen wir aber schnell an die Grenzen. Daher stellt sich bald einmal die Frage:

"Dürfen Zuleitungen vom Motor zum Akku beliebig verlängert werden?

Was muss ich beachten, wenn dies erforderlich wird"

Grundsätzlich sollen alle Kabelverbindungen im Antriebsstrang so kurz wie möglich gehalten werden. Unnötig lange Kabel bedeuten unnötig hohe Verluste, ein höheres Gewicht und eine evtl. Beeinflussung der Elektronik.

Aber bei manchen Anwendungen, wie z.B. Impeller/Jet Modellen und/oder Segelmodellen mit aufsteckbaren Klapptriebwerken, lässt sich dies kaum vermeiden. Die nachfolgenden Informationen betreffen nur bürstenlose Motoren. Alte Bürstenmotoren spielen bei diesen Anwendungen keine grosse Rolle mehr, müssen aber anders behandelt werden.

Welchen Teil der Antriebsverkabelung darf ich verlängern ?

Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

Erstens kann man die 3 Kabel zwischen Motor und Regler/Steller verlängern. Je nach Leitungslänge ist hier auf einen ausreichenden Querschnitt der Verkabelung zu achten, damit keine Überhitzung und/oder zu hohe Verluste durch den Kupferwiderstand entstehen. Diese drei Kabel werden dann zu einem Zopf geflochten oder verdrillt. Darauf achten, dass sich NUR verdrillte Kabel nicht wieder entdrillen können im Flug. Man erreicht damit eine enge Positionierung der Kabel zueinander, die elektrischen und magnetischen Felder heben sich weitest gehend auf.  Die RC-Anlage, Regler und elektronische Elemente werden dadurch weitestgehend gegen Beeinflussung geschützt.

Zweitens ist eine längere Zuleitung zwischen Akku und Regler möglich. Auch hier ist auf einen ausreichenden Querschnitt der zuleitenden Kabel zu achten. Diese Vorgehensweise bringt aber ein gravierendes Problem mit sich, das hier stark vereinfacht wiedergegeben wird.

Durch das pulsen des Motorstroms bauen sich bei langen Akkuzuleitungen Spannungsspitzen auf. Diese kurzzeitigen Spannungsspitzen können so hohe Spannungen erreichen, dass der Regler Schaden nehmen kann, oder sogar völlig zerstört wird !!

Dieser Effekt kann durch den Einbau von Stützkondensatoren in die Akkuzuleitungen verhindert werden. Die Stützkondensatoren werden dabei in Abständen von ca. 12 - 15 cm in die Akkuzuleitungen eingelötet. Die Stütztkondensatoren sollten hier die gleiche Grösse haben, wie sie am Akkueingang auf dem Regler bereits eingebaut sind. Der Elektronikhändler Ihres Vertrauens ist Ihnen bei der Auswahl hier sicher hilfreich.

Das Vorgehen des Einbaus der Stützkondesatoren ist nachfolgend beschrieben:


ACHTUNG:

In den nachfolgend aufgeführten Schritten, besteht die hohe Gefahr eines Kurzschlusses, sollte der Akku bereits an die Kabelverlängerungen angeschlossen sein und die offen abisolierten Stellen miteinander in Kontakt kommen sollten. Sollten Sie unsicher über die Durchführung der Massnahme sein, lassen sie die nachfolgenden Schritte von einem Fachmann vornehmen.


Schritt 1 und 2:

Auf den Kabeln der Akkuleitungen werden in den entsprechenden Abständen von 12 - 15 cm Markierungen auf der Isolation angebracht. Mit einem scharfen Messer werden die Isolierungen nun tangential entfernt. Darauf achten, dass die Kabeladern NICHT verletzt werden.

 

Die nun offenen Stellen werden mit einem Lötkolben und bleifreiem Lötzinn verzinnt

Schritt 3:

Die Verlängerungen der Kondensatoren werden auf die passende Länge gekürzt, abisoliert, gebogen und ebenfalls verzinnt.

 

ACHTUNG:
Die restlichen offenen Zuleitungen der Kondensatoren müssen isoliert werden.

Schritt 4:

Löten sie den vorbereiteten Kondensator POLRICHTIG auf die verzinnten Stellen in den Zuleitungskabeln

 

Schritt 5:

Isolieren Sie die nun noch offenen Stellen mit einem aufgebrachten Schrumpfschlauch.

 

Schritt 6:

Um eine mechanische Stabilität der Kabel und der Kondensatoren zu erreichen, werden diese mit einem klaren Schrumpfschlauch zusammen eingeschrumpft.

 

Durchsichtigen Schrumpfschlauch deshalb verwenden, damit Veränderungen am Kondensator beobachtet werden kann, z.B. Auslaufen von Flüssigkeiten oder aufdehnen des Kondensator. Beides sind Hinweise darauf, dass der Kondensator defekt ist und dringendst ersetzt werden muss

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