1. Die Faszination Modellflug

Es sind hier PRO und CONTRA Positionen aufgelistet,

Bitte, bitte, bitte:
Lesen Sie den Artikel mit einem kleinen humoristishen Hintergedanken, nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, und bei Unklarheiten einfach bei uns vorbeikommen 😉

Das CONTRA hier ist in etwa das, was wir mehr oder weniger regelmässig zu hören bekommen von Eltern, deren Kinder sich für den Modellflug interessieren, aber die "Anschubfinanzierung" der Eltern benötigen.
Die männliche Form "er" gilt für beide Geschlechter, "Kind" gilt auch für erwachsene Nachwuchspiloten 😉

Contra

Pro

Das Hobby ist extrem zeitaufwendig

Die heutige Jugend ist während der Woche mit Schule, Sport, Musik und Hausaufgaben gut ausgelastet. Haben Sie Zeit, entspannen sie sich lieber, als sich zusätzlichem Streß aussetzen zu wollen.

Der Zeitaufwand ist abhängig von Interesse und Engagement

Die Formulierung „heutige Jugend“ ist einer meiner persönlichen Hassbegriffe und sollte zum Unwort des Jahres gewählt werden. Häufig resultiert dies auch aus Reizüberflutung und dem gesellschaftlichen Druck. Wenn sich das Kind konzentriert mit Modellflug beschäftigen möchte, fördert dies die Reife und Entwicklung in spielerischer Weise und in dem Tempo welches das Kind sich selbst zutraut.

Das Hobby ist extrem teuer.

Von seinem Taschengeld kann er das nicht finanzieren. Wir möchten das auch nicht ausufernd unterstützen, da es ein Faß ohne Boden ist. Es werden hier einfach Wünsche geweckt, die in dem Alter  so doch noch nicht realisiert werden können. 

Andere Hobbies kosten auch je nach dem viel Geld,... aber der Lerneffekt

Natürlich ist Modellflug ein Hobby, welches Geld benötigt. Die Grundausstattung ist allerdings auch nicht teurer wie z.B. beim Skifahren (Ski, Schuhe, Abo, Transport), Musik (Instrument, Kosten für Musikunterricht, Notenblätter), Fussball (Schuhe, Training ausserhalb, Fahrten zum Spiel) usw. 

Bewegung ist viel besser für die Entwicklung.

Wir finden es gut, dass er viel mit anderen Freunden macht, Fußball/Verein, Radfahren, Spielen, d. h., wir möchten, dass er soziale Kontakte pflegt. Stundenlang im Zimmer sitzen, von der Aussenwelt abgeschottet, beim basteln oder irgendwas dauernd zu probieren, finden wir in dem Alter nicht so prickelnd.

Es heisst ja "Modellflugsport", auch da ist, je nach dem, körperliche Fitness gefragt

Die Fitness zeigt sich vor allem beim Segelfliegen in Bergen. Die Startplätze sind nicht immer mit dem Auto zu erreichen, teilweise sind längere Fussmärsche nötig, das Modell muss bei Aussenlandungen wieder bergauf geholt werden. Beim Fliegen auf dem Platz sind Konzentration, Ruhe und Reflexe gefragt. Die Ausübung einer Ausdauersportart ist hier ebenso hilfreich, wie die Konzentration beim Laufen und die Zielfokussierung die man sich beim Modellflug erwirbt,

Die Technik-Konkurrenz ist zu groß

Seit er  ein Tablet bzw. Smartphine hat, vergnügt er sich schnell mal eine oder zwei Stunden mit Facebook, Instagramm usw... Oder es wird am PC gespielt /Autorennen, Flugsimulator. Die Zeit fehlt dann wo anders.

Modellflug ist universal herausfordernd

Es gibt wohl kein Hobby, das so sehr ein breites Wissen, Erfahrung und Selbstdisziplin verlangt. Materialwahl, handwerkliches Geschick, Aerodynamik, Meteorologie, Physik, Maathematik, Elektrik, Elektronik, CAD, IT-Technik und vieles mehr, wird beim Modellbau verlangt. Zu Beginn in einer einfachen Form, später, und/oder im Wettbewerbsflug, in immer tieferem Ausmass. Dies führt teilweise dazu, dass sich selbst Profi-Modellpiloten von externen Spezialisten unterstützen lassen müssen, wenn das eigene Wissen nicht mehr ausreicht,... und das kommte schneller als man sich das manchmal wünscht.

Das ist zu kompliziert

- In diesem Alter sind die Kinder doch kaum in der Lage, mit einem Schraubendreher eine Schraube reinzuschrauben.  Man merkt schnell, es fehlt an Biss und Durchhaltevermögen. 

Kinder lernen schnell, ... wenn man sie lässt und unterstützt

Die Kinder sollen langsam an den Modellflug herangeführt werden, mit einfachen Modellen, und in Begleitung von erfahrenen Modellflugpiloten, damit sich in das Thema ohne Druck einarbeiten können, und sich selbst Erfolge und Ziele definieren können. Sei es der erste Looping, die erste Rolle um die Längsachse, oder die erste 4-Punkt-Rolle auf der genauen Längsachse.

Die Modelle sollen sich nach dem Können und dem Lern-Anspruch des Kindes richten

Das geht alles viel zu schnell kaputt

Die Dinger stürzen ja sowieso immer ab, sind dann kaputt und wir müssen was Neues kaufen. 

 

Lehrer-Schüler-System

Es gibt wohl keine einfachere Mäglichkeit heutzutage, sich mit der Steuerproblematik eines Modellflugzeuges auseinanderzusetzen, als unter Anleitung eines erfahrenen Piloten mit einem Lehrer-Schüler-System. Hier kann der Modellflug, ziemlich verlustfrei, erlernt werden, im Gegensatz zu unseren Anfängen (vor 40 Jahren: 2 Monate bauen, einmal fliegen, Fehler gemacht, 2 Monate reparieren.

Zudem gibt es die Möglichkeit mit Modellflug-Simulatoren, welche die Wind-und-Wetter-Physik und Flugdynamik in ganz aussergewöhnlicher Realitätwirkung nachbilden können, den Modellflug oder bestimmte Flugmanöver ganz einfach und sicher am eigenen Computer zuhause zu üben

   

 

So geht das heutzutage

Einweisung eines interessierten Schülers in das Lehrer-Schüler-System und die grundlegenden Funktionen vor dem ersten Start

 Lehrer Schuler